|
View the h-museum Discussion Logs by month
View the Prior Message in h-museum's December 2002 logs by: [date] [author] [thread] View the Next Message in h-museum's December 2002 logs by: [date] [author] [thread] Visit the h-museum home page.
------------------------------------------------------------ Bürgertum und Bürgerlichkeit zwischen 1870 und 1930. Kontinuität und Wandel 26. - 28. März 2003 Schloß Landsberg, Essen Veranstalter Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung Seit dem 1. April 2000 fördert die Fritz-Thyssen-Stiftung das interdisziplinäre Forschungsprojekt "August Thyssen und Schloß Landsberg. Ein Unternehmer und sein Haus" (Laufzeit bis zum 31. März/ 31. Mai 2003), das in seinem sozialhistorischen Projektteil unter der Leitung von Prof. Werner Plumpe sowohl dem Wandel der bürgerlichen Leitbilder und handlungsorientierenden Semantiken, als auch der Entwicklung wirtschaftsbürgerlicher Lebensführung und Alltagspraktiken am Beispiel August Thyssens und ausgewählter Familien des Frankfurter Wirtschaftsbürgertums (von Metzler, von Bethmann u.a.) nachgeht. Es ist vorgesehen, das Projekt mit einem Workshop "Bürgertum und Bürgerlichkeit zwischen 1870 und 1930. Kontinuität und Wandel" vom 26.- 28. März 2002 auf Schloß Landsberg in Essen-Kettwig zu beschließen. Die Veranstaltung möchte Teilergebnisse des sozialhistorischen Projektteils einem wissenschaftlichen Publikum präsentieren und die kontrovers diskutierte Frage nach den längerfristigen Entwicklungslinien von "Bürgertum und Bürgerlichkeit" aufgreifen. Läßt sich ein Prozeß von der Blüte hin zur Erosion großbürgerlicher Lebensformen ausmachen? Läßt sich ein Formwandel bürgerlicher Lebensführung um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert feststellen, welche Auswirkungen haben großstädtisches Leben, Pluralisierung von Kunst und Lebensstilen auf die traditionellen bürgerlichen Verhaltensweisen, wie wirken sich Krieg, Inflation und Republik auf die Lage und das Selbstverständnis führender Gruppen des Bürgertums aus? Kann man nach der Inflation überhaupt noch von Bürgertum in einem trennscharfen Sinne sprechen, oder markiert der Untergang des Kaiserreiches in den Wirren von Krieg und Inflation auch das Ende der herkömmlichen bürgerlichen Welt? Dabei geht es nach unserer Auffassung weniger um die Diskussion der Frage nach dem Wandel von handlungsleitenden Semantiken allein; wir wollen diesen in der Tat zu konstatierenden Wandel vielmehr auf die "Realitäten" einer Lebensführung beziehen, die in ihrer Materialität (Topographie, Wohnformen, Alltagspraktiken etc.) bisher erst in Ansätzen erforscht ist. Entsprechend sollen unter Beteiligung verschiedener Fachdisziplinen an exemplarischen Untersuchungsfeldern (vier Sektionen zu folgenden Themen: 1. Bürgerliche Reliefe - Raum- und Siedlungsstrukturen, 2. Bürgerliche Institutionen, 3. Habitus und Lebensführung, 4. Bürgerliche "Ikonen" - Sehnsüchte und Inszenierungen) die vielfältigen Auf- und Umbrüche in der bürgerlichen Gesellschaft nach 1870 beleuchtet und die mannigfachen Wechselbeziehungen und Spannungsverhältnissen zwischen Kontinuität und Wandel beschrieben werden. ---------------------------------------------------------------------------- PROGRAMM Mittwoch, 26. März 18 Uhr: Einführender Beitrag 19.30 Uhr: Abendessen Donnerstag, 27. März 9 Uhr: Begrüßung: Werner Plumpe (Frankfurt a.M.) Sektion I "Bürgerliche Reliefe". Raum- und Siedlungsstrukturen, Topographie Leitung: Werner Plumpe (Frankfurt a.M.) 9.15 Uhr: Ulrich Oevermann (Frankfurt a.M.): Raumgefüge und soziale Verhaltensweisen 10 Uhr: Alarich Rooch (Bremen): Raumaneignung des Bürgertums an regionalen Beispielen Kaffeepause: 10.45 Uhr 11.15 Uhr: Gerd Kuhn (Stuttgart) Villenkolonien und Suburbanisierung im Kaiserreich 11.45 Uhr: Adelheid von Saldern (Hannover): Bürgerliches Wohnen als Rauminszenierung Mittagspause: 12.45 - 13.45 Uhr Sektion II Bürgerliche Institutionen Leitung: Lothar Gall (Frankfurt a.M.) 14 Uhr: Ralf Roth (Frankfurt a.M.): Vereine 14.45 Uhr: Dieter Hein (Frankfurt a.M.): Bürgerliche Kunstinstitutionen. Theater und Museen Kaffeepause: 15.30 Uhr 15.45 Uhr: Andreas Schulz (Frankfurt a.M.): Stiftungen und Mäzenatentum 16.30 Uhr: Christiane Eisenberg (Hamburg): Neue Geselligkeitsformen im 20. Jahrhundert Freitag, 28. März Sektion III Habitus und Lebensführung Leitung: Cornelia Rauh-Kühne (Tübingen) 9 Uhr: Manfred Hettling (Halle): Krise - Untergang - Transformation. Bürgerliche Normativität 1870 - 1930 9.45 Uhr: Morten Reitmayer (Trier): Bourgeoise Lebensführung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Kaffeepause: 10.30 Uhr 10.45 Uhr: Jörg Lesczenski (Bochum): Wie der Vater so die Söhne? Bürgerlichkeit und Lebensführung zwischen den Generationen 11.30 Uhr: Bärbel Kuhn (Saarbrücken): "Bürgerliches Familienidyll". Zum Wandel der Geschlechterverhältnisse und -rollen Mittagspause: 12.30 Uhr Sektion IV "Bürgerliche Ikonen". Sehnsüchte und Inszenierungen Leitung: Hartmut Berghoff (Göttingen, Berlin) 13.45 Uhr: Claudia Euskirchen (Köln): Die Kunstsammlung August Thyssens 14.30 Uhr: Karl Christian Führer (Hamburg): "Bürgerliche Geschmäcker" Kaffeepause: 15.30 Uhr 15.30 Uhr: Birgit Wörner (Frankfurt a.M.): Reisewege des Bürgertums 16.15 Uhr: Eckhardt Treichel (Frankfurt a.M.): Denkmal und Friedhof als Orte ästhetischer Selbstinszenierung 17 Uhr: Abschluß des Workshops, Rückreise ---------------------------------------------------------------------------- Kontakt: Birgit Wörner M.A., Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M., Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Grüneburgplatz 1 60629 Frankfurt am Main Tel.: 069/79832617 Email: B.Woerner@em.uni-frankfurt.de Jörg Lesczenski M.A., Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung, Clemensstraße 17 - 19 44789 Bochum, Tel.: 0234/3225420 Email: joele1966@aol.com -- H-MUSEUM H-Net Network for Museum Professionals E -Mail: h-museum@h-net.msu.edu WWW: http://www.h-museum.net
|