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Submitted by: Juergen Lieske
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Zwei Anmerkungen zum Beitrag von Andreas Woell:
- an der Schmerzhaftigkeit des Blicks auf die Taeter ist sicher allerhand
Wahres
dran, ich glaube, dass auch die Goldhagen - Debatte in diesem Licht zu sehen
ist, waehrend die Historikerzunft ja sich relativ schnell ueber die "Qualitaet"
der "normalen Vollstrecker" einig wahr, stoesst der Blick auf die Taeter in
der
breiten Oeffentlichkeit wohl eher an Schmerzgrenzen- siehe auch die seltsame
Verwendung der angeblich besudelten "Ehre" ("Unsere Ehre heisst Treue"?)
- Traurig und bedenklich bei der ganzen Diskussion ist fuer mich - mal
abgesehen
von der Unsaeglichkeit der CSU - Nicht - Argumente - aber vor allem das
Schweigen der gesamten Muenchner (und auch sonstigen) Historikerschaft, es
blieb OB Ude vorbehalten, einen, in der Sache auch nicht immer richtigen,
Artikel (siehe z. B. angebliche Minderbelastung von Teilen der Luftwaffe und
Marine in Verbrechen) zur Wehrmachtsausstellung zu schreiben, gerade aus der
Muenchner community (IfZ) haette man meines Erachtens schon etwas Mut zur
Stellungnahme und Richtigstellung erwarten koennen. Zu fragen waere nun,
warum dies bisher nicht geschah, warum offensichtlich viele
aus der community Oeffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser meiden
(68er- Trauma der Geisteswissenschaften?) Wissenschaft lebt im Zeitalter
permanenter Evaluation doch auch von ihrer Vermittlungstaetigkeit an die -
letztendlich - Geld gebende Oeffentlichkeit, ich glaube, dass wir Historiker
hier noch eine ganze Menge von Naturwissenschaftlern und anderen
"performativen" communities lernen koennten und wohl auch muessen.
Juergen Lieske
Deutsches Museum Muenchen
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