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Bedeutung von Tanz, Ekstase und Heilkunde in Antike
und Mittelalter - Bochum 11/09
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Internationalen Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF),
Ruhr-Universität Bochum, Bochum
25.11.2009-26.11.2009, Ruhr-Universität Bochum, SH 1/187
Deadline: 23.11.2009
Religion für die Sinne
II. Teil:
Zur religiösen Bedeutung von Tanz, Ekstase und Heilkunde in Antike und
Mittelalter
Tanz gilt als eines der bedeutendsten Phänomene vieler Religionen. Als
körperlicher Ausdruck in Form rhythmischer Bewegungen werden beim
religiösen Tanz u.a. archetypische Erfahrungen menschlicher Existenz
deutend präsentiert. Dabei kann z.B. der Tanz als Ausdruck und Ziel
einer Annäherung an Gott ekstatische Formen annehmen, welche für
Außenstehende nicht selten den Charakter einer Besessenheit an sich
tragen.
Heilkunde im religiösen Kontext sucht eine Harmonisierung zwischen
natürlicher und übernatürlicher Wirklichkeit herzustellen. Tanz und
Ritual spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Beschwörungen und
Exorzismen.
Der Workshop untersucht an Fallbeispielen die Attraktivität der
Ausdrucksformen von Tanz, Ekstase und Heilkunde für die Verdichtung von
Religionen und ihre Ausbreitung. Dabei sollen folgende Fragen den Fokus
bilden:
1. Inwieweit sind Tanz, Ekstase und Heilkunde konstitutiv für Religion?
2. Was sind die identitätsstiftenden Merkmale ihrer religiösen
Ausdrucksformen und was macht sie attraktiv?
3. Welche Bedeutungsvariabilität lässt sich erkennen, die diese
religiösen Ausdrucksformen als attraktive Kontakttypen innerhalb des
Religionsaustausches manifestieren?
4. Was sind die Bedingungen, Modi und Folgen der religiösen
Ausdrucksformen, wenn sie als Kontakttypen zwischen verschiedenen
Religionen zu identifizieren sind und lässt sich daraus eine Theorie des
Religionskontaktes ableiten?
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Mittwoch 25.11.2009
Eröffnung
13.30 Uhr Begrüßung
Volkhard Krech / Philipp Reichling, IKGF Bochum
Tanz / Ekstase
14.00 Uhr Trancetanz, Ekstase und Besessenheit in der Sufi-Tradition
Pakistans
Jürgen Wasim Frembgen, Staatliches Museum für Völkerkunde, München
15.00 Uhr Tanz und Ekstase im alt-orientalischen Ischtar-Kult
Rosel Pientka-Hinz, IKGF Bochum
16.15 Uhr Untersuchung von Abhandlungen und Rekonstruktionen von
religiösen Tänzen aufgrund bildlicher Darstellung der Antike (Vasen
etc.)
Ralf Ketscher, IKGF Bochum
17.15 Uhr Der "Tanz der Muu" im Kontext des altägyptischen
Bestattungsrituals
Beate Hofmann, IKGF Bochum
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Öffentliches Abendprogramm in der Augustinuskirche,
Ökumenisches Kirchenforum im Unicenter der Ruhr-Universität Bochum
Lesung: "Am Schrein des roten Sufi. Fünf Tage und Nächte auf Pilgerfahrt
in Pakistan"
Jürgen Wasim Frembgen, Staatliches Museum für Völkerkunde, München
Indische Tanzperformance: "Mit den Augen sprechen - Ku?iya??am,
Sanskrittheater aus Kerala / Südindien"
Heike Moser, Uni Tübingen
Donnerstag 26.11.2009
Heilkunde
09.00 Uhr Asklepios in Bewegung. Eine Einführung in Heilkult und
Medizin
Florian Steger, Uni Erlangen
10.00 Uhr Sinnliche Therapien im frühen Christentum
Christian Schulze, Ruhr-Universität Bochum
11.00 Uhr Heilkunde im Islam zwischen Mystik und Aberglaube
Raphaela Veit, Uni Tübingen
12.00 Uhr Mittagspause / Mittagessen
13.30 Uhr Altägyptische Heilkunde in Antike und Mittelalter –
Spurensuche
Kamal Sabri Kolta, Uni München
14.30 Uhr Zur Metaphorik göttlicher Medizin bei Plutarch und im frühen
Christentum
Reinhard von Bendemann, IKGF Bochum
15.30 Uhr Heil und Heilung in einigen religiösen Traditionen Ostasiens
Andreas Müller-Lee, IKGF Bochum
Abschluss
16.30 Uhr Zusammenfassung
Görge Hasselhoff, IKGF Bochum
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Ruhr-Universität Bochum
INTERNATIONALES KOLLEG FÜR
GEISTESWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG
„DYNAMIKEN DER RELIGIONSGESCHICHTE
ZWISCHEN ASIEN UND EUROPA“
c/o Philipp Reichling GA 6/129
Universitätsstraße 150
D – 44801 Bochum
Mail: philipp.reichling@ub.de
Tel.: 0234/32-24706
www.ikgf-religions.de <Homepage des IKGF>
URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=12612>
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